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Schwerpunktschule

Die IGS Deidesheim/Wachenheim ist eine Schule für alle Kinder.  

                        

Kinder, denen das Lernen besonders leicht fällt, sind ebenso willkommen wie solche, die aufgrund einer Beeinträchtigung besondere Hilfe benötigen. Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen, Neigungen und Fähigkeiten lernen miteinander und voneinander.

In unserer Schule ist Vielfalt nicht nur geduldet, sondern erwünscht. Die SchülerInnen lernen in unterschiedlichen Sozialformen und können dabei ihre individuellen Fähigkeiten einbringen und entwickeln. Ziel ist es, alle SchülerInnen bestmöglich zu fordern und zu fördern und keinen zurückzulassen. Durch das tägliche Miteinander wird eine Atmosphäre gegenseitigen Respekts und  wechselseitiger Akzeptanz gefördert.

Unsere Schule ist eine Schwerpunktschule: Schülerinnen und Schüler  mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf werden gemeinsam  unterrichtet. Entsprechend ihrer Fähigkeiten werden die Kinder individuell gefördert und sie können den Schulabschluss erreichen, der ihrer Leistungsfähigkeit entspricht.

Inklusiver Unterricht [1] ist ein Unterricht mit offenen Formen, in dem sowohl individualisierte als auch gemeinsame Lernsituationen in einem ausgewogenen Wechsel stattfinden.

Damit die inklusive Arbeit gut gelingen kann, wird die unterrichtliche Förderung an unserer Schule durch vier FörderschullehrerInnen und eine Pädagogische Fachkraft unterstützt. Sie sind Ansprechpartnerinnen für Lehrkräfte, Kinder und ihre Eltern und stehen bei Lernschwierigkeiten beratend zur Seite. Sie sind mitverantwortlich für die ganze Klasse ebenso wie die Tutoren und alle in der Klasse unterrichtenden Lehrkräfte für die Förderung aller Schülerinnen und Schüler der Klasse zuständig sind. Die Förderkräfte  arbeiten in  den einzelnen Klassen in enger Absprache mit den dort tätigen Lehrkräften zusammen. Grundsätzlich wird  im Klassenverband unterrichtet; je nach pädagogischer Notwendigkeit können auch Einzel- oder Kleingruppenförderung hinzukommen.

Die Förderung setzt beim individuellen Lernstand des Kindes an. Für die Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden individuelle Förderpläne erstellt; darin werden die je nach Lernstand angestrebten Lernziele in einem überschaubaren Zeitrahmen vereinbart. Je nach Erfordernis wird zieldifferent oder zielgleich unterrichtet („zieldifferent" bedeutet: nicht alle Kinder verfolgen im Unterricht die gleichen Lernziele). Das Teamteaching kommt auch SchülerInnen mit Teilleistungsstörungen oder entwicklungsbedingten Schwierigkeiten zugute.

Kinder mit besonders hohem Förderbedarf können (auf Antrag der Eltern bei der zuständigen Sozialbehörde) zusätzlich durch Integrationshelfer unterstützt werden, um ihre Teilhabe an der schulischen Arbeit (z.B. Hilfe beim Umsetzen einer Aufgabe, Toilettengang, usw.) zu ermöglichen.

Alle Schulen des Landes Rheinland-Pfalz sind verpflichtet an der Integration von Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf mitzuwirken (vgl. §2 (2) Schulgesetz).

Im Schuljahr 2013/14 besuchen 35 Kinder mit besonderem Förderbedarf unsere Schule. Über die Aufnahme an der Schule entscheidet die ADD (Schulbehörde).                                                                                               

Es gilt folgendes Verfahren zur Aufnahme beeinträchtigter Kinder:

  • Sonderpädagogisches Gutachten ist vorhanden
  • Anmeldung an der IGS muss vorliegen
  • Zuweisung durch die ADD Neustadt, Referat 34 Förderschulen

 

Wo gibt es Schwerpunktschulen?

In ganz Rheinland-Pfalz. Die nächsten Schwerpunktschulen im Primarbereich (Grundschule) sind in Bad Dürkheim, Lachen-Speyerdorf, Kallstadt, Obrigheim, Schifferstadt, Ludwigshafen und Eisenberg, im Sekundarbereich in Neustadt, Ludwigshafen, Speyer, Landau, Eisenberg und Grünstadt. Eine Liste mit den Schulstandorten der Schwerpunktschulen ist auf dem Bildungsserver unter http://inklusion.bildung-rp.de/standort-suche.html zu finden.

Die Aufsichts– und Dienstleistungsdirektion (ADD) ermittelt als Schulbehörde für jedes Schuljahr den Bedarf an weiteren  Schwer-punktschulen und ernennt davon abhängig neue Schwerpunktschulen.

Wenn Sie Interesse an weiteren Informationen haben, informieren Sie sich bitte unter einem der folgenden Links auf dem Bildungsserver Rheinland-Pfalz:

http://inklusion.bildung-rp.de/inklusion/schulische-inklusion.html

http://inklusion.bildung-rp.de/inklusion/schulen.html

 
 

[1] „Inklusion als optimierte Integrati­on verändert nach und nach den Unterricht und das gesamte Klassenleben, weil die Unterschiedlichkeit der Kinder als Ausgangslage und auch als Zielvorstellung der pädagogischen Arbeit betrachtet wird. Die Akzeptanz der Unter­schiede steht im Zentrum. Daher treten in einer in­klusiven Klasse neben den behinderten Kindern auch andere Kinder mit ihren Bedürfnissen verstärkt in den Blick der Lehrpersonen. Die Päda­gogik der Vielfalt geht von der faktischen Heterogeni­tät jeder Schulklasse aus und vertritt ein Konzept des gemeinsamen Lernens und Lebens unterschiedlichster Schülergruppen und Schülerpersönlichkeiten, also für nichtbehinderte und behinderte Kinder, Mädchen und Jungen, deutsche und ausländische Kinder, jüngere und ältere, arme und reiche, schulisch begabte und schulschwache Kinder und alle anderen Unterschied­lichkeiten.“ (Alfred Sander, Konzepte einer inklusiven Pädagogik in: Zeitschrift für Heilpädagogik 5, 2004, S. 242)

 

Gerne beantwortet das Förderteam Ihre Fragen zur Schwerpunktschule unter

julia.heilig@igs-deiwa.de

 

 --> Unser Förderkonzept (pdf)