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Interreligiöse Schulfeier 2014

Zum dritten Mal lud die IGS alle Schülerinnen und Schüler zu einer interreligiösen Schulfeier an den beiden Standorten ein. Zu dem Thema: "Sag NEIN zu Intoleranz" bildeten Inhalte aus verschiedenen Religions- und Ethikkursen das gedankliche Gerüst der Feier. Gäste, die von außerhalb der Schule eingeladen wurden, verliehen dem thematischen Aufruf durch ihr Kommen ein besonderes Gewicht. 

In seiner Begrüßung betonte Schulleiter Georg Dumont, dass die Schule ein Zusammenleben auch der verschiedenen Religionen symbolisiere und dass sich mit keiner Religion Gewalt legitimieren lasse. "Wer im Namen einer Religion tötet, mordet und Gewalt ausübt, missbraucht Religion zu eigenem Machtstreben!"

 

 Die Konflikte der Welt erstrecken sich bis zu uns. Dies verdeutlichten die eingeladenen Flüchtlinge, die in Orten in unmittelbarer Nachbarschaft der Schule leben. Zumindest die Gefahr der Lebensbedrohung ist damit vorerst gebannt. Es soll nicht bei dem einmaligen Kontakt bleiben, eine weitere Kooperation mit der Schule ist bereits angedacht.

Alanna Braun und Zoe Collantes Kasado trugen ihre Interpretation von John Lennons "imagine" vor und brachten die Vision ein: "Imagine all the people living life in peace" ("Stell dir vor, all die Leute leben ihr Leben in Frieden"). Die Aussage des Liedes untermalten Plakate im Hintergrund, die von Ethikggruppen des 8. und 9. Jahrgangs gestaltet wurden. 

 Joshua Lacy trug die Interpratation von "Imagine" des Kurses evangelische Religion aus Jahrgang 10 vor.

"Zur aktuellen Lage in Syrien und Irak – eine Herausforderung der Politik“. Milana Ohlinger und Alexander Kauth, beide Jahrgang 11, thematisierten die schockierende Realität des Terrors. 

Frau Temel von der islamischen Moscheegemeinde Bad Dürkheim nahm wieder an der interreligiösen Schulfeier teil und verdeutlichte mit mehreren Zitaten aus dem Koran, dass im Namen des Islam Gewalt und Terror grundsätzlich nicht möglich sind und als Sünde bezeichnet werden. Auch der Begriff des Dschihads beziehe sich auf die Auseinandersetzung allein mit dem eigenen Ego, mit den eigenen Schwächen und Fehlern, die einem religiösen Leben im Wege stehen und deshalb überwunden werden müssen.

"Komm, wir bringen die Welt zum Leuchten,
egal woher du kommst .
Zu Hause ist da, wo deine Freunde sind...

Ich weiß genau, dass alles besser werden kann.
Wenn ich ganz fest dran glaube, dann schaff ich es irgendwann..."

Worte aus dem Lied "Zuhause" von Adel Tawil und Matisyahu, in die Feier geholt von Alexandra und Christina Krack und einem Chor der Klasse 6d, .

Alle Schülerinnen und Schüler notierten ihre Wünsche für das Schuljahr auf grünem Zettel, die später an einem"Wunschbaum" an beiden Standorten präsent bleiben sollen.

  

 Leonard Cohens "Halleluja", gesungen von der Klasse 6d unter Leitung von Frau Csenda, bildete den emotionalen Abschluss der Feier. (Bild aus der Feier in Wachenheim für die Jahrgänge 5 und 6).

Die breite Vorbereitung, die verschiedenen Gäste, die Vielzahl der beteiligten Schülerinnen und Schüler  können die Hoffnung nähren, dass in unserem "Lebensraum Schule" religiös motivierter Gewalt und Intoleranz ein deutliches "NEIN!" entgegenschallt!