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Stolpersteine in Deidesheim verlegt


In über 500 Städten wurde das Projekt Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig bereits umgesetzt, nun gehört Deidesheim dazu. Um die Gräuel des Nationalsozialismus nicht zu vergessen und den Ermordeten wenigstens ihre Namen und ihre Geschichte wieder zu geben, verlegt der Künstler vor den Häusern der vertriebenen und ermodeten Juden Pflastersteine mit einer kleinen Messingplatte, auf der Name, Daten und Schicksal der ehemaligen Bewohner notiert sind,

Eine Gruppe von etwa fünfzig Personen versammelten sich zunächst auf dem Marktplatz in Deidesheim,...

...darunter auch Gunter Demnig, dem Vater des Projektes Stolpersteine.

Nach der Begrüßung und einer kurzen Einführung in den Werdegang des Projektes durch Vertreter des Frundeskreises ehemalige Synagoge und dem Heimatverein...

...überreichte Bürgermeister Dörr Herrn Demnig das Gastgeschenk.

Herr Schnabel führte in seiner Einführung in das jüdische Leben in Deidesheim ein und machte klar, dass die jüdischen Familien bis zu dem Grauen der Nationalsozialisten angesehene und integrierte Bürger waren, was unter anderem darin zum Ausdruck komme, dass man hier die ersten Steine am Marktplatz verlegen werde.

 Schüler der IGS und der RS+ verlasen am jeweiligen Ort Name, Daten und persönliches Schicksal der ehemaligen Bewohner, hier Patrick Sutter die von Richard Feis...

...und Stefan Weisbrodt die von Oswald Feis,...

 ...während zur gleichen Zeit Gunter Demnig die Stolpersteine verlegte.

 

Die Gruppe der Teilnehmer zog dann weiter in die Heumarktstraße,...

 wo Yönel Özduzencilier an Adolph Reinach,...

 ...Doninique Storck an Max Reinach...

und Justus Appel an Fanny Reinach erinnerten.

 

Damals wie heute direkt an der Weinstarße ein Kaufhaus. Steffen Teuffer verlas Name und Daten von Frieda Morgenthau... 

...Tamara Schäfer erinnerte an Manfred Morgenthau...

 

 ...Nicole Storck an Karolin Marum...

 

 Jonas Thoma und Alexander Ruschmaritsch holten Hilde Jaffe in die Gegenwart.

 Zum Abschluss waren sich alle einig: Das waren 90 Minuten ganz dichter Vergangenheitsbewältigung und ergreifender Würdigung. Nun kann jeder im Alltag in Deidesheim über das Vergangene stolpern, nicht mit den Füßen, sondern mit Gedanken und im Gedenken  innehalten.